Preisträger 2015

Oeet2015 Gruppenfoto klein
Gewinner der schönsten Veranstaltungen der Bayerischen Öko-Erlebnistage 2015

Seit dem Jahr 2001 tragen Öko-Bäuerinnen und Öko-Bauern, Öko-Verarbeiter und Öko-Händler mit Hoffesten, Tagen der offenen Tür oder kulinarischen Erlebnissen zum großen Erfolg der Bayerischen Öko-Erlebnistage bei.

Um das besondere Engagement der Veranstalter hervor zu heben, werden jedes Jahr die schönsten Veranstaltungen im Rahmen der Öko-Erlebnistage ausgezeichnet.

Die Prämierung der schönsten Veranstaltungen der Öko-Erlebnistage 2015 fand am 11. Februar 2016 auf der Biofach - Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel - in Nürnberg statt. 

Hier stellen wir Ihnen die ausgezeichneten Betriebe und Unternehmen vor.
Bilder der Preisträger können Sie sich unter www.lvoe.de herunterladen.

1. Platz Kategorie Landwirtschaft: Biohof Frey und Biohof Scheitz, Biokreis

Ein Hofübergreifendes Fest veranstalteten die beiden Biokreis-Höfe Huberhof und Tannhof in Andechs. Gemeinsam ist es beiden Höfen gelungen, durch die Vielfalt an Angeboten und Aktionen und ihre unterschiedlichen Betriebsschwerpunkte den ökologischen Landbau und Bio-Lebensmittel in ihrer vollen Breite darzustellen: Der Biohof Frey stellte sein automatisches Melksystem vor, der Betrieb Scheitz, der bereits seit 25 Jahre biologisch wirtschaftet und damit der erste in der Gemeinde war, zeigte seine Milchziegenhaltung und den modernen Schweinemaststall. Eine Kutschfahrt, die an den Flächen der Betriebe vorbei führte, verband beide Höfe.
Auf beiden Höfen stellten sich an verschiedenen Stationen regionale Unternehmen vor. Darunter u.a. die Andechser Molkerei (Milchabnehmer beider Höfe), der Biokreis Erzeugerring Bayern, die Öko-Schule Weilheim und der Energiewendeverein Starnberg. Das Angebot umfasste außerdem verschiedene alte Handwerkskünste, einen Oldtimer-Parcours, Interessantes rund um die Honig-Biene, Vorführungen zur Joghurt-Herstellung und eine mobile Saftpresse. Bei Rätseln rund um die Milch, Wettmelken, Bretterbasteln, Kerzen ziehen oder Kinder schminken kamen vor allem auch die kleinen Besucher auf ihre Kosten.

Für das leibliche Wohl sorgten regionale Bio-Lieferanten und natürlich gab es die hofeigenen Produkte zu verkosten – alles begleitet von fetziger Live-Musik.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.andechser-hofladen.de

2. Platz Kategorie Landwirtschaft: Blümlhof, Demeter

Was ist solidarische Landwirtschaft und was hat es mit Effektiven Mikroorganismen auf sich? Das und viel Interessantes rund um die ökologische Landwirtschaft konnten Besucher beim Hoffest am Blümlhof in Burgkirchen/Oberbayern erfahren. Bei Führungen über den Demeterhof lernten sie die biodynamische Landwirtschaft kennen. Für Kinder waren besonders die Aktionen der Schafwollerei spannend: hier drehte sich alles ums Werkeln und Filzen mit Schafwolle. Natürlich kamen die Besucher des Hoffestes auch kulinarisch auf ihre Kosten.
Auf dem Demeterhof Nahe der österreichischen Grenze ist Vielfalt angesagt: der Hof legt großen Wert auf die Erhaltung alter und bedrohter Tierrassen und Gemüsesorten. Seit 1995 wird der Hof ökologisch bewirtschaftet. In der Vermarktung seiner Produkte hat sich der Hof für das Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft entschieden: Die am Hof erzeugten Lebensmittel werden dabei nicht an den Handel verkauft; stattdessen unterstützen Privat-Haushalte den Hof mit einem monatlichen Beitrag und erhalten im Gegenzug einen Anteil der Ernte des Hofes. Für viele ist das eine sinnvolle Geldanlage. Außerdem wird damit die regionale Erzeugung von Lebensmitteln unterstützt und die Existenz des Hofes gesichert.

Mehr Informationen zum Blümlhof und der Solidarischen Landwirtschaft unter: www.solidarische-landwirtschaft.com

3. Platz Kategorie Landwirtschaft: Biohof Ludwig und Marianne Dallmeier, Bioland

Das Kartoffelfest auf dem Biolandhof Dallmeier hat Tradition. Frühschoppen und Live-Musik lockten zahlreiche Besucher auf den Hof im Landkreis Straubing-Bogen. Sie konnten bei der Kartoffelernte mithelfen oder verschiedene Maschinen, die im Kartoffelanbau zum Einsatz kommen, begutachten. Eine Stärkung gab es im Anschluss mit Spezialitäten aus der Kartoffel sowie selbst gemachtem Kuchen und Kaffee. Auch für Kinder wurden bunte Aktionen angeboten.
Der Biohof Dallmeier liegt im schönen Labertal und wird seit 2002 ökologisch bewirtschaftet. Ihre ökologischen Erzeugnisse vermarktet Familie Dallmeier über den eigenen Hofladen und seit 2015 über ihren Onlineshop www.labertaler-bioprodukte.de. Neben Kartoffeln und Äpfeln gibt es auch Eier und Apfelsaft aus den eigenen Äpfeln.

Mehr Informationen zum Hof gibt es unter: www.labertaler-bioprodukte.de

Sonderpreis "Bildung": Roggen-Informationszentrum, Bioland

„Spannendes rund um den Roggen“ – das war das Motto des Öko-Erlebnistages im Rogg-In, dem Informationszentraum für Roggenkultur in Weißenstadt in Oberfranken. Das Rogg-In ist auf eine Initiative des Unternehmens PEMA Vollkorn-Spezialitäten Heinrich Leupoldt KG, ebenfalls in Weißenstadt ansässig, entstanden.
Bei einer Roggen-Rallye konnte alles Wissenswerte rund um den Roggen, vom Anbau über die Verarbeitung bis zum Roggenbrot erfahren werden; eine Blindverkostung verschiedener Bio-Brotsorten rundete den Öko-Erlebnistag ab.
Auf 300m2 wird für Besucher des Rogg-In, einer deutschlandweit einmaligen Einrichtung, entlang verschiedener Stationen der Roggen als bedeutendes Getreide erlebbar. Dabei legt der Förderverein für Roggen-Kultur in Weißenstadt Wert auf die Vermittlung der kulturgeschichtlichen und ernährungsphysiologischen Bedeutung des Roggens. Besonderheit des Informationszentrums ist der angeschlossene 1300m2 große Bioland-Roggengarten, wo die Roggen-Pflanze u.a. im aktuellen Wachstumsstadium begutachtet werden kann. Mit seinem vielfältigen Angebot spricht das Rogg-Inn verschiedene Zielgruppen von Klein bis Groß an und leistet mit seinem bunten Bildungsangebot einen wichtigen Beitrag zur Wissensvermittlung und Bewusstseinsstärkung für die heimische ökologische Landwirtschaft.

Mehr Informationen zum Rogg-In unter: www.rogg-in.de

Sonderpreis "Bildung": Biohof Familie Eck, Bioland

Im Rahmen der Öko-Erlebnistage führte Martin Eck vom Biolandhof Eck in Mainbullau in Unterfranken die Besucher im Schäfergewand zu seinen Schafen, Pferden und Weide-Schweinen. Vor allem Familien mit Kindern nahmen an den Führungen über Hof und Flur teil und informierten sich dabei über den ökologischen Landbau, die Schafhaltung und Freilandhaltung der Schweine: die Schweine werden Tag und Nacht im Freien gehalten, können hier ihr natürliches Verhalten ausleben und im Boden wühlen. Beim Besuch der rund 40 Schafe lauschten die Besucher neugierig den Erzählungen von Martin Eck zur ökologischen Schafhaltung und deren Herausforderungen. Ziel der Schafhaltung ist die Lammfleischproduktion, die Wolle kann nicht preisdeckend vermarktet werden.
Nach den Wanderungen durch die Flur rund um den Biolandhof ließen sich die Besucher die selbstgemachten ökologischen Leckerbissen des Hofes schmecken. Der Erlebnis-Bauernhof, seit 1987 ökologisch bewirtschaftet, wird regelmäßig von Kindergartengruppen und Schulklassen besucht und vermittelt im Rahmen des Programmes „Erlebnis Bauernhof“ die wichtigsten Grundlagen der ökologischen Lebensmittelerzeugung.

Sonderpreis "Handel und Verarbeiter": GenussZentrale - Mostarda GmbH, Bioland

In der GenussZentrale der Mostarda GmbH war im Rahmen des Öko-Erlebnistages Einiges geboten: Besucher konnten sich durch ein großes Sortiment regionaler Bio-Hersteller sowie durch die eigenen Köstlichkeiten der Mostarda GmbH probieren. Das Unternehmen stellt hochwertige Bio-Senfe und weitere Feinkostprodukte her und betreibt seit 2013 die GenussZentrale, wo es überwiegend Produkte kleiner Manufakturen anbietet. Außerdem gibt es im dortigen Tagescafé eine große Vielfalt an Kaffeespezialitäten der eigenen Rösterei. Bio-Backwaren und eine Auswahl kleiner Gerichte ergänzen das Angebot des Cafés. Eine Besonderheit ist, dass man alle Produkte in der GenussZentrale vor dem Kauf probieren kann.
Die GenussZentrale feierte außerdem ihr 2-jähriges Jubiläum. Neben den Verkostungen verschiedenster Produkte legten die Besucher auch selbst Hand an: Unter Anleitung lernten Sie Gewürzsalze und Senfkompositionen selbst herzustellen. Daneben informierten die Mitarbeiter der GenussZentrale über ökologische Lebensmittel und den ökologischen Landbau.

Mehr Informationen zur GenussZentrale unter: www.genusszentrale.de

Sonderpreis "Sonderkulturen": Weingut am Stein, Naturland

Zur Eröffnung des neuen Steinkellers lud Familie Knoll vom Weingut am Stein in Würzburg ein. Zugleich feierte das Naturland zertifizierte Weingut sein 125-jähriges Jubiläum!
Im neuen Weinkeller konnten Besucher sieben „Beton-Eier“ mit je 1700 Liter Fassungsvermögen begutachten. Die Oxidation und Reifung des Weines läuft hierin auf besonders sanfte Weise ab. Natürlich gab es auch eine Weinverkostung mit Weinen des 2014er Jahrgangs.
Das Weingut wird heute in 5. Generation von Sandra und Ludwig Knoll geführt und gehört zu den Spitzenweingütern in Franken. 1990 übernahm Ludwig Knoll das Weingut von seinem Vater, 2008 stellte er alle Flächen auf ökologischen Anbau um. Der studierte Oenologe lehrt außerdem an der Hochschule Geisenheim. Auf dem Weingut finden das ganze Jahr über Verkostungen, Kochkurse und verschiedene Veranstaltungen rund um den Wein statt.

Mehr Informationen zum Weingut am Stein unter: www.weingut-am-stein.de

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Öko-Landbau in Bayern

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